Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung der Feste zu Sugenheim stammt aus dem Jahre 1376. Im Jahre 1386 ging der Besitz in die Hände der Familie v. Seckendorff über, bis 1972 blieb er in den Händen der Familie v. Seckendorff-Aberdar.

Das Neue Schloss entstand in seiner heutigen Form erst durch einen umfassenden Umbau unter Einbeziehung älterer Gebäudeteile in den Jahren 1746 bis 1749 und dient der Familie als repräsentativer Wohnsitz.

Erbauer des Neuen Schlosses in seiner heutigen Form ist Christoph Friedrich Freiherr v. Seckendorff-Aberdar (1679-1759), der am Hof des Ansbacher Markgrafen in wichtigen Ämtern, zuletzt als Ministerpräsident, tätig war und über entsprechend hohe Einkünfte verfügte.

1744 beauftragte er den bekannten Hofarchitekten Leopoldo Retty (1705-1751) mit der Umgestaltung des Schlosses. Retty hatte sich schon einen Namen als Baudirektor der Ansbacher Orangerie, der Residenz in Karlsruhe und des Neuen Schlosses in Stuttgart gemacht.

1790 beginnt Alexander Friedrich Wilhelm v. Seckendorff-Aberdar den bisher noch barocken Schlossgarten zu einem englischen Landschaftspark umzugestalten. Der Seitenflügel, der so genannte Alexanderbau, wird um ein Geschoss erhöht; das Innere des Schlosses wird neu möbliert und mit klassizistischen Wanddekorationen in „pompejanischer Manier“ ausgestaltet.

Es sollten die letzten gravierenden Umgestaltungen am Neuen Schloss bleiben, denn im 19. und 20. Jahrhundert erfolgten nur noch kosmetische oder substanzerhaltende Baumaßnahmen. Schließlich verkauft Friedrich Freiherr v. Seckendorff-Aberdar 1972 die beiden Sugenheimer Schlösser mit Meierei, Schlossgärtnerei sowie diverse Nebengebäuden. 1975 wird das Alte Schloss an die Kunsthändlerfamilie Jan und Manuela Kube weiterverkauft, die es 1981-1983 umfassend renovieren.

Jahrelang bleibt das einst repräsentative Neue Schloss seinem Schicksal überlassen. Der Verfall zeigt sich an allen Ecken und Enden des Gebäudes.

Erst im Jahre 1989 kommt die große Wende für das Neue Schloss zu Sugenheim. Hans Heinrich v. Garnier belebt mit höchstem Einsatz und viel Liebe zum Detail das Neue Schloss zu Sugenheim wieder. Von 1990 bis 1993 werden die großen Schäden an der Bausubstanz behoben, stilwidrige Zu- und Umbauten werden weitgehend entfernt und das gesamte Anwesen wird mit moderner Technik ausgestattet. Der völlig heruntergekommene Garten mit Teichanlage wird mit viel Geduld wieder bepflanzt und kultiviert.

Nur durch diesen enormen Einsatz von Arbeit und Geld kann sich Mittelfranken über dieses architektonische Juwel wieder freuen.

In der Neuzeit nach der Restaurierung wurde Schloss-Sugenheim ein Treffpunkt für Politik und Wirtschaft.

So haben Politiker wie Angela Merkel (seinerzeit Ministerin unter Helmut Kohl), Frau Renate Schmidt, Werner Dollinger sowie umfangreich Kommunalpolitiker im Schloss getagt. Autokonzerne sowie mittlere Wirtschaftsunternehmen und Behörden des Umkreises nutzen den geschichtlichen Standort. Auch Hochzeiten, Trauungen im gotischen Kapellenraum, Antiquitäten- und Adventsausstellungen mit Schlossführungen runden das Nutzungsbild ab.

Das Rosenfest mit nicht erwarteten 5.000 Besuchern war die letzte Veranstaltung.